Der Spitzenreiter muss beißen
von
Bernd Heinzinger
Ein dominantes Auftreten forderte Trainer Simon Klawe von seinen Altenerdinger Handballern gegen den VfL Waldkraiburg. Das Vorhaben misslang, dennoch reichte es für den Bezirksoberliga-Spitzenreiter am Ende zu einem 32:29 (15:14)-Erfolg.
„Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Ansonsten hat mir der Auftritt überhaupt nicht gefallen, wir sind zu stockend und ohne Bewegung aufgetreten“, kritisierte Klawe.
Bereits in der ersten Hälfte präsentierte sich die Abwehr nicht als Verbund. Die Gäste durften stets in die Nahtstellen stoßen, kamen zu einfachen Toren aus kurzer Distanz. Wenigstens funktionierte ab und zu das schnelle Spiel nach vorne. Luis Leitner oder Joseph Wyhnalek profitierten von Ballgewinnen. Leitner machte etwa das 5:3, und nach einer Viertelstunde lag Altenerding durch einen Treffer von Simon Rüdiger 12:9 in Front.
Klawe: „Da dachte ich, dass es gut läuft. Leider haben wir anschließend zu viele technische Fehler fabriziert.“ Auch der eine oder andere Pfiff des Schiedsrichters für seine Männer sei ausgeblieben, und wenig später schaffte Waldkraiburg beim 13:13 den Ausgleich. Mit einer knappen Führung marschierte Altenerding kurz darauf in die Pause.
Man habe die zweite Hälfte von null beginnen wollen, gleich Vollgas geben, so Klawe. Nach vorne bekamen die Hausherren vorne allerdings große Probleme mit der neuen 5:1-Abwehr der VfL-Männer. Aus dem Rückraum kam daher weiter wenig, dafür schaffte Jakob Köhler vom Kreis einige starke Aktionen. 28:25 lag Altenerding später wieder in Front, anschließend agierte die SpVgg aber zu hektisch, schloss ihre Angriffe zu früh ab. Nach drei Gegentoren in Folge war der schöne Vorsprung Vergangenheit, und drei Minuten vor dem Ende stand ein 29:29 auf der Anzeige. Klawe reagierte mit einer Auszeit: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie sich zusammenreißen sollen.“ Das taten sie in der Schlussphase: Luis Leitner, Tim Steininger und Jakob Köhler trafen jetzt, einen weiteren Gegentreffer musste man nicht mehr hinnehmen.
Dadurch gab es doch noch Jubel in der Semptsporthalle. Klawes Fazit: „Zum Glück war unser Kader breiter besetzt als der von Waldkraiburg.“ Das habe am Schluss den Ausschlag gegeben, als bei den Gästen ein wenig die Kräfte nachließen. In den folgenden
Partien brauche es aber eine Leistungssteigerung, um Erster zu bleiben.