Der Titeltraum lebt
von
Bernd Heinzinger
Nach einem wahren Krimi in der Semptsporthalle bewahrten sich die
Handballer der SpVgg Altenerding ihre kleine Titelchance in der Bezirksoberliga. Durch
ein 32:31 (15:14) stürzten sie den SVW Burghausen vom Thron und sprangen selbst auf Rang eins. Allerdings hat Mitkontrahent ASV Dachau drei Minuspunkte weniger als die Altenerdinger, die also auf Ausrutscher hoffen müssen.
Trainer Simon Klawe sagte: „Durch den Sieg ist die Stimmung bei uns wieder deutlich
besser und wir wollen dem ASV das Leben bis zum Ende schwer machen.“ Gegen
Burghausen folgte nach einem anfänglichen 2:3 eine starke Phase. Tim Steininger zeigte sich dabei vorne bestens aufgelegt, präsentierte starke Sprungwürfe und stellte die SVW-Abwehr ständig vor Aufgaben. Außenakteur Luis Leitner legte zudem zwei Buden zur 6:3-Führung für die Biber drauf.
Dem Hoch folgte jedoch ein Tief. In den folgenden fünf Minuten gelang kein Treffer,
während Burghausen fünfmal einnetzte. „Danach haben wir uns aber wieder reingebissen“, lobte Simon Klawe. Torhüter Ferdinand Mayer überzeugte als guter Rückhalt, nach vorne kurbelten im Wechsel Niklas Fleps und Simon Rüdiger die Offensivaktionen an.
Zur Pause führten die Altenerdinger knapp mit einem Tor, sie machten anschließend in
der vollen Halle mit Druck weiter. Häufig versuchte es Klawe mit Wechseln zwischen Angriff und Abwehr. Für Steininger und Christian Loris in der Offensive kamen Ferdinand Menzel sowie Jakob Köhler für die
Defensivaufgaben. Das klappte sehr gut, hinten rackerte zudem Sebastian Forster bestens im Zentrum. Die Altenerdinger bauten ihren Vorsprung über ein 20:17 bis auf 27:23 zehn Minuten vor dem Ende aus. Weiterhin hatten sie beste Chancen, davonzuziehen, verballerten jetzt aber zu häufig ihre Gelegenheiten.
Der SV kam näher heran und schaffte beim 28:29 den Anschluss. Doch Köhler und Stei‐
ninger hatten sich das nötige Zielwasser dann doch noch aufgehoben, und 37 Sekunden vor Schluss traf schließlich Niklas Fleps zum 32:29 für Altenerding. Die letzten beiden Treffer gehörten zwar den Gästen, die Möglichkeit zum Ausgleich bekamen sie aber
nicht mehr. Seine Truppe habe über die starke Breite im Kader gewonnen, lobte Klawe: „Egal, wer auf dem Feld stand: Jeder hat mit Zug zum gegnerischen Tor überzeugt. Ich bin sehr zufrieden.“