Damen 1 bezwingen Spitzenreiter Landshut
von
Bernd Heinzinger
Beim Blick auf die aktuellen Vorstellungen mag man kaum glauben, dass sich die Altenerdinger Handballerinnen in der Bezirksoberliga weiter in akuter Abstiegsgefahr befinden. Sie bezwangen den Tabellenführer TG Landshut zu Hause völlig überraschend 25:22 (9:10) und verringern den Abstand auf den rettenden Bereich immerhin auf drei Zähler.
„Es läuft aktuell sehr gut“, freute sich Trainerin Grit Kschischow nach der Begegnung.
Nur zu Beginn seien die Frauen unerklärlicherweise nervös aufgetreten, hätten viele Fehler fabriziert. Als Folge stand es nach knappen zehn Minuten 1:5 gegen die SpVgg: „Zum Glück haben wir uns bald gefestigt und die Sache in den Griff bekommen“, so die Trainerin. Marlene Mittermeier agierte auf der Spielmacherposition hervorragend, hatte die Zügel im Griff und brachte die nötige Ruhe in die Aktionen. Weil es Mittermeier auf der Mitte so gut machte, konnte Katharina Künstner auf die rechte Außenposition ausweichen. Dort wurde sie vor wenigen Jahren Torschützenkönigin und auch gegen die TGL trumpfte sie bestens auf, hatte am Ende neun Treffer in ihrer Bilanz. Dazu rackerte Johanna Taubmann bei ihrem Comeback 60 Minuten am Kreis und im Abwehrzentrum, Torfrau Hanna Obermair lieferte diverse Paraden und auch die anderen zeigten sich kämpferisch in vorbildlicher Weise. Beim 5:5 holte sich Altenerding den Ausgleich, und es folgte eine erste Hälfte auf Augenhöhe. Meist lagen dabei die Gäste knapp in Front, so auch beim 9:10 aus SpVgg-Sicht zur Pause.
Im zweiten Abschnitt blieb es zunächst dabei. Der Favorit aus Landshut legte vor, Altenerding ließ sich nicht abhängen. Das Spiel setzte sich bis zum 18:20 aus Sicht der Gastgeberinnen fort, ehe eine überragende Phase folgte. Die Abwehr stand jetzt bombenfest, nach vorne zeigte jetzt auch Julia Kranich ihre Qualitäten. Mit ihrem Treffer sorgte sie beim 21:20 für die erste Führung, Lena Prem und Katharina Künstner legten noch zwei Buden zum 23:20 drauf. Diesen Vorsprung ließ sich die Biber-Truppe bis zum Ende nicht mehr nehmen und durfte feiern. Grit Kschischow: „Damit hätte ich natürlich nie gerechnet. Die Frauen haben einfach tollen Spaß am Handball gezeigt und heute hat jeder für den anderen gekämpft. Das war überragend.“