Titelträume geplatzt
von
Bernd Heinzinger
Nach einem dramatischen Finale beim ASV Dachau sind die Titelträume der Altenerdinger Handballer passé. Genau einmal lagen sie im BOL-Spitzenduell zurück und das ausgerechnet beim Endstand von 23:24 (13:10). Zu hektisch seien seine Männer in der Schlussphase aufgetreten, erklärte der enttäuschte Trainer Simon Klawe: „Vielleicht hat sie am Ende die Nervosität gepackt. Aber es fehlte der letzte Schritt, und die Würfe wurden viel zu früh genommen.“ Der Frust ist groß, aber dennoch wolle man den Rest der Saison noch erfolgreich meistern: „Unser Ziel lautet jetzt, weniger Minuspunkte als letzte Saison in der Bilanz zu haben.“ Damals waren es zwölf, aktuell sind es acht – dieses Vorhaben sollte zumindest klappen.
In Dachau legte Altenerding einen perfekten Start hin und führte schnell 5:1. Die Abwehr stand hervorragend, und Torhüter Jannik Fleps zeigte sich bei seiner Rückkehr in fantastischer Verfassung. Alleine im ersten Abschnitt zog er den Dachauern mit zehn Paraden den Nerv. Auch das Umschaltspiel funktionierte, vor allem Christian Loris war in Torlaune. Über ein 5:1 führten die Gäste bis zum 9:5 scheinbar sicher, dann folgte die erste Schwächephase. Allein sechs freie Würfe habe sein Team in den ersten 30 Minuten vergeben, monierte Klawe. Dachau näherte sich auf 8:9, dann wechselte das Momentum wieder zu den Bibern. Die Einwechslung von Kilian Jödecke erwies sich dabei als richtige Maßnahme. Er traf zweimal in der Schlussphase des ersten Abschnitts. Mit einem 13:10 marschierte die SpVgg in die Kabine.
Im zweiten Abschnitt ließ die Chancenverwertung der SpVgg deutlich nach, Dachau nutzte dies zum 15:15 Ausgleich. Klawe schickte jetzt Sebastian Forster und Christian Loris zurück aufs Feld, und die Partie nahm einen engen Verlauf. Über ein 18:17 und 20:18 lag Altenerding stets in Front, und sieben Minuten vor dem Ende traf Außenspieler Luis Leitner zum 23:20.
Jetzt wurden die Gäste hektisch. Die zu schnellen Abschlüsse nutzte Dachau erfolgreich zu Kontern. Gut fünf Minuten vor dem Ende kassierte Altenerding schließlich einen Siebenmeter zum 23:24 – noch war genügend Zeit zu absolvieren. Doch kein einziger Wurf wollte mehr in den Dachauer Kasten, und so stand die bittere Niederlage fest