Niederlage im Prestigeduell
von
Bernd Heinzinger
Nach der unglücklichen Pleite in Dachau und der verpassten BOL-Meisterschaft mussten die Handballer der SpVgg Altenerding die nächste Niederlage einstecken. Im Prestigeduell gegen den SC Freising unterlagen sie mit 26:28 (13:12).
Für Trainer Simon Klawe war es vor allem eine Kopfsache: „Bei uns hat heute der letzte Wille gefehlt. Die Freisinger zeigten mehr Leidenschaft und wollten den Sieg mehr als wir.“ Dazu habe der gegnerische Torhüter Daniel Kiss eine entscheidende Rolle gehabt:„Er hat heute seine wohl beste Saisonleistung präsentiert, und wir haben uns an ihm die Zähne ausgebissen.“ Zu Beginn lagen die Altenerdinger beständig im Rückstand, über ein 3:4 stand es nach 17 Minuten 6:9. Anschließend folgte aber eine Steigerung. In dieser Phase passten Abwehr und das schnelle Spiel nach vorne, Tim Steininger und Luis Leitner kamen zu einigen sehenswerten Treffern. Beim 11:11 hatte die SpVgg den Ausgleich erreicht, zur Pause lag man sogar knapp mit 13:12 in Front.
Ferdinand Ewald und Jakob Obermair bekamen für ihre Performance im Innenblock ein Lob des Trainers – sie seien aber auch die einzigen in der Semptsporthalle gewesen, die Normalform erreicht hätten. Den Start in den zweiten Abschnitt vermasselten die Gastgeber: Wieder scheiterten sie zu häufig am SCF-Keeper, in der Abwehr bekamen sie den gegnerischen Kreisläufer nicht in den Griff: „Wir waren in der Defensive häufig einen Schritt zu spät, trafen vorne die falschen Entscheidungen“, fasste Simon Klawe das Geschehen zusammen, das zunächst zu einem 14:17-Rückstand führte. Das große Aufbäumen kam nicht zustande, und die Biber-Männer lagen in der Folge beständig hinten. Ab dem 20:22 wurde es sogar richtig bitter, und sieben Minuten vor dem Abpfiff stand es 21:26 gegen den Bezirksoberliga-Dritten.
Ferdinand Menzel packte in der Schlussphase zwar einige starke Würfe aus, mehr als Ergebniskosmetik war aber nicht drin. Der Trainer meinte, dass sich in dieser Begegnung mehr eigene Akteure in die Trefferliste hätten eintragen müssen: „Leider hat es heute aber nicht gereicht.“ Besonders wurmte ihn, dass damit die Siegesserie zu Hause endete und seine Truppe die erste Heimniederlage einstecken musste.